Rolf Janzen- Kurse

Rolf erklärt Stangen Travers

Veneroso und mein erster Working Equitation Kurs bei Rolf Janzen

Wer ist Rolf Janzen?

Rolf Janzen kommt ursprünglich aus der Westernreiterei und hat dann vor vielen Jahren die Doma Vaquera für sich entdeckt.
Diese alte Arbeitsreitweise, ursprünglich für das Treiben und Hüten der Rinder gedacht, ist heute in einer modernen Reitdisziplin verankert, der Working Equitation.
Vielseitigkeit auf und mit dem Pferd, so könnte man die Working Equitation kurz übersetzen.
Sie vereint die klassische Dressur mit anspruchsvollen Geländeritten und der Arbeit am Rind – letztendlich also alle Aspekte des guten Reitens.

In seinen Kursen und Seminaren bildet Rolf Janzen bundesweit Reiter und Pferde in dieser traditionellen Reitweise aus.
(Quelle: Rolf Janzen – Hispano Reitsport)

Working-Equitation Trainingskurs mit Rolf Janzen

25. und 26. Januar 2014 bei Judith Gradl, Reitanlage Mayer in Tuntenhausen

Aller Anfang ist schwer
Lagebesprechung

Unser allererster Kurs

Oh, wie sehr ich mich freute! Fast nicht zu glauben: Teilnahme an einem Working-Equitation-Kurs mit Rolf Janzen, dem Reiter, dessen Working Equitation Video mich vor nunmehr 3 Jahren total begeistert hatte – eine Begeisterung, die dazu führte, mit der Reiterei wieder anzufangen, um diese vielseitige Disziplin zu erlernen und zu reiten!

Sollen wir wirklich teilnehmen?

Ich habe lange überlegt, ob wir wirklich teilnehmen sollen, denn mir war klar, dass das eigentlich viel zu früh für uns war.

Veneroso war seit Mitte Juli 2013 bei mir, ich ritt ihn erst seit Oktober und wir hatten noch ziemliche Probleme mit den Basics – den Grundgangarten und dem Halten, außerdem mit den Sätteln und mit Veneroso’s Psyche. (erste Reitversuche)
Schlußendlich entschied ich mich für die Teilnahme, wir mußten ja irgendwie weiterkommen.

Wir reisten bereits am Donnerstag an, da ich dachte, Veneroso braucht Zeit zum Eingewöhnen. Er bezog eine ziemlich kleine Box zwischen zwei Hengsten und fühlte sich darin so garnicht wohl. Die Umstellung von seiner Freiheit im Offenstall auf die Box machte ihm sehr zu schaffen, er lief mehr oder weniger die ganze Zeit unruhig in der Box herum und war extrem nervös.
Daheim haben wir lediglich einen Außenplatz zur Verfügung, hier auf der Reitanlage gibt es eine wunderschöne große Halle. Wir ritten mehrmals alleine, also ohne Unterricht, in der Halle und das klappte erstaunlich gut.

Dann der Kurs

Es hat sehr viel Spaß gemacht mit all den Gleichgesinnten, die tolle Organisation durch Judith Gradl und der phantastische Unterricht von Rolf. Mit viel Geduld, Ruhe und Kompetenz half Rolf Veneroso und mir ein großes Stück weiter auf unserem Weg, aus Veneroso ein reitbares Pferd zu machen.

Frust und Lust – wie eng liegen sie beieinander

Obwohl Veneroso und ich viele schöne Momente hatten, wurde Veneroso von Tag zu Tag unwilliger und gestresster und am letzten Tag hatte ich dann zwei Stürze.

Das war unsere Prämiere! Bisher war ich, trotz vieler kritischer Momente in den letzten Monaten, noch nie von Veneroso gefallen.

Der erste Sturz war eher ein Runterrutschen, weil ich das Gleichgewicht verlor, doch der zweite Sturz war heftig.
Veneroso ging beim Aufsteigen durch, raste Haken schlagend und buckelnd auf die Bande zu und tschüss. Das tat weh, sowohl körperlich als auch seelisch und später flossen einige Tränen. Zum Glück war Renate, unsere Stallbesitzerin da, die mir in der Halle half, Veneroso wieder einzufangen, mich dazu brachte, wieder aufzusteigen und mich später zusammen mit Silvia Bach und einigen anderen lieben Reiterkolleginnen tröstete.
Wir, Veneroso und ich, waren ziemlich frustriert, doch aufgeben gilt nicht!

Frust nach zwei Stürzen
Frust nach zwei Stürzen
Fazit
Es hat trotz allem riesigen Spaß gemacht und ich habe wieder gemerkt, wie begeistert ich von Working Equitation bin. Es war einfach zu früh für uns, an einem Auswärts-Kurs teilzunehmen und Rolf meinte, solange die Grundgangarten und die Bremse nicht funktionieren macht es keinen Sinn.
Wir haben sehr viel gelernt, vor allem über uns und ich habe eine Menge Schulaufgaben mit nach Hause genommen, hier nur ein paar Beispiele:

  • Jeden Tag Reiten – bisher hatte ich sehr viel mehr Bodenarbeit gemacht als zu reiten
  • Stehen bleiben üben
  • In Ruhe eine Lektion üben, danach anhalten, überlegen: was hat geklappt, was nicht und warum? Wiederholen und besser machen

Wie es mit uns weiter ging bis zum nächsten Kurs mit Rolf Janzen im Mai lest ihr hier: Manuel Jorge de Oliveira
Und über unseren zweiten Working Equitation-Kurs liest du hier: Kurs Mai 2014