Dressurunterricht bei Roxane Jouan

Feines Reiten in Leichtigkeit und Harmonie – das war und ist mein großes Ziel und genau dies will Roxane Jouan ihren Schülern vermitteln.
Hier könnt ihr mehr über sie erfahren: Roxane Jouan – Dressage in lightness

Dressurunterricht bei Roxane Jouan – neuer Fokus, anderer Ansatz

Veneroso und ich, wir haben in den letzten Jahren und, besonders in diesem Jahr, unglaublich viel gelernt und erlebt.
So sind wir tatsächlich heuer zweimal ein M – Turnier in der Working Equitation gestartet. Die Fliegenden Wechsel klappen immer besser, wir üben die Galopppirouetten, die Media Vuelta aus Schritt und Galopp und den Spanischen Schritt unterm Sattel.

Ich bin unglaublich stolz auf unsere gemeinsame Entwicklung, doch zeigt mir Veneroso in den letzten Wochen, sogar Monaten, dass es ihm zu viel geworden ist.
Die vielen Kurse, die Turniere, so viel Neues – er ist irgendwie durch und über die Uhr.
Ich für mich möchte so gerne daran arbeiten, dass wir das, was wir alles so leidlich können, festigen und verfeinern, ohne Druck, sondern eben fein, in Leichtigkeit und Harmonie.

Durch einen wunderbaren Zufall wurden wir auf Roxane aufmerksam, die sogar in unserer Nähe lebt.
Somit wäre sogar regelmäßiger Dressurunterricht und noch viel mehr gewährleistet, entweder bei uns auf Widum oder bei ihr am Stall.

Unsere erste Unterrichtseinheit

Vor dem Dressurunterricht bei Roxane Jouan haben wir mit einem ausführlichen Informationsaustausch begonnen.
Roxane erzählte ein wenig von sich, von ihrer Philosophie und von ihrer Art, den Unterricht zu gestalten.
Ich schilderte ihr unseren Werdegang und den Ist-Status mit all den Problemen, die wir in letzter Zeit hatten und haben.
Während unseres Gespräches hat sie sich Veneroso eingehend angeschaut, seinen Körper, die Muskulatur, seine Beine und Hufe gecheckt.
Es gab ein großes Lob für seine harmonische Bemuskelung.
Dann ließ sie sich Veneroso im Schritt und Trab an der Hand vorführen, fast so eine Art Vet-Check.

Roxane hätte sich gewünscht, dass wir erst mit Kappzaum und ohne Sattel beginnen. Gut zu wissen fürs nächste Mal.
Übrigens lockerte sie Veneroso’s Nasenriemen (mit entsprechenden Erläuterungen) und stellte meine Sporen in Frage.
Aus ihrer Sicht sollte feines Reiten über Sitz, Gewichts- und Schenkelhilfen möglich sein, nicht über Sporen. Leuchtet mir ein, nächstes Mal unten ohne.

Arbeit an der Hand

Warmreiten sollte ich Veneroso nicht vor dem Unterricht, denn Roxane beginnt lieber mit der Arbeit an der Hand:
Übertreten lassen, Schulterherein, Travers, Renvers und Pirouette renverse – sie selber arbeitete Veneroso an der Hand, denn all das ist eine sehr gute Aufwärmung und Gymnastizierung vor dem Reiten.
Sie meinte, so solle ich immer beginnen, in Ruhe, nicht hetzen. Interessant ist, dass ich all das früher regelmäßig vor dem Reiten gemacht habe, doch habe ich es in der letzten Zeit sehr vernachlässigt.

Reiten

Dann sollte ich ihr vorreiten, so, wie ich normalerweise beginne – also weiter mit den Seitengängen im Schritt.
Sie lobte meinen Sitz und Veneroso’s Ausführung der Lektionen, aber: wir wären viel zu schnell unterwegs!

Daraufhin haben wir  uns auf den Schritt konzentriert und das gesetzte, erhabene Antreten im versammelten Schritt trainiert.
Halten, rückwärtsrichten, langsames vorwärts Schreiten mit Zählen der Schritte, wieder halten, rückwärts usw.
Also jeden Schritt bewusst heraus reiten, nicht hetzen und Veneroso nicht rennen lassen. Er soll lernen, erhaben zu schreiten, seinen Rumpf anzuheben und besser über den Rücken zu gehen.
Das musste ich auch immer wieder über Annehmen und Nachgeben korrigieren.
Dazwischen immer wieder anhalten, loben, Pause machen, damit Veneroso weiß, dass er etwas richtig gemacht hat und das verarbeiten kann.

Danach der Trab mit gleichem Ziel und ähnlichen Übungen. Nicht zu eilig, ganz bewusste Tritte, schwingen über den Rücken.
Roxane hat tolle Bilder, um zu verdeutlichen, was sie meint.

Veneroso

Veneroso war anfangs sehr nervös und unsicher, wie immer bei ihm fremden Personen.
Er hat oft Spanischen Schritt angeboten, sowohl an der Hand als auch unterm Sattel.
Es war irgendwie süß, aber auch traurig, finde ich. Denn es zeigt doch deutlich, dass er momentan ziemlich unter Leistungsdruck steht, der Arme.
Er wurde jedoch mit der Zeit viel ruhiger.
Als wir dann aufhörten, bevor es richtig losging (nach unserem bisherigen Trainingsprogramm), war Veneroso sehr verwundert und irgendwie wieder nervös.

Fazit

Ich bin total begeistert von unserem Dressurunterricht bei Roxane Jouan und werde genau daran arbeiten: Ruhe reinbringen, kurze Reprisen, weniger ist mehr, gesetzte Schritte und Tritte, viele kleine Pausen…
Da ich eine kleine OP an meiner rechten Hand hatte nun wohl erstmal ‚nur’ vom Boden aus.
Ich freue mich schon auf unsere nächste Stunde und glaube, dass Roxane genau im richtigen Moment zu uns gekommen ist!
Ich wünsche uns so sehr, dass wir uns mit ihrer Hilfe zu größerer Harmonie und Leichtigkeit hin entwickeln werden!
Ein neuer Ausbildungsweg im neuen Jahr, doch natürlich ist Working Equitation nach wie vor meine große Leidenschaft. Feines Reiten, Leichtigkeit und Harmonie ist ja auch hier die Basis!

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